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Maurice Steger | Biographie
Blockflöte

The Independent nannte Maurice Steger  „the world’s leading recorder virtuoso”. In der Tat glückte es dem Künstler, sich mit seiner weltweiten Konzertätigkeit sowie zahlreichen, zum Teil mit höchsten Preisen ausgezeichneten CD-Einspielungen als einer der beliebtesten Solisten auf dem Gebiet der Alten Musik zu etablieren. Dank seiner lebendigen Art und seiner persönlich ebenso spontanen wie technisch brillanten Spielweise gelang es Maurice Steger zudem, die Blockflöte als Instrument aufzuwerten und sie neu zu positionieren.

Mit dem Repertoireschwerpunkt auf Barockmusik ist er ein gefragter Solist bei den tonangebenden historischen Originalklang-Ensembles: Akademie für Alte Musik Berlin, The English Concert, Musica Antiqua Köln, Europa Galante oder I Barocchisti. Eine rege Konzerttätigkeit führt ihn aber auch regelmäßig mit modernen Orchestern wie den Berliner Barock Solisten, Les Violons du Roy und dem Brandenburgischen Staatsorchester Frankfurt zusammen. Dabei musizierte er immer wieder mit renommierten Künstlern wie Hilary Hahn, Rainer Kussmaul, Igor Oistrakh, Fabio Biondi, Sandrine Piau, Andrew Manze, Diego Fasolis, Sol Gabetta oder Thomas Quasthoff zusammen.

Einen wichtigen Teil seiner Tätigkeit bilden Recitals in kleiner, kammermusikalischer Besetzung oder mit Cembalobegleitung. Dabei wird Steger regelmäßig u. a. von den beiden Cembalisten Naoki Kitaya und Sergio Ciomei unterstützt. So war er in der Saison 2009/10 auf einer Recital-Tour in Japan. In Kanada spielte er wiederholt Solistenkonzerte mit Les Violons du Roy unter Bernard Labadie und absolvierte eine ausgedehnte Tournee in Indien. Ebenso erfolgreich erarbeitet Maurice Steger zusammen mit Hille Perl (Viola da gamba) und Lee Santana (Chitarrone) selten gespieltes Repertoire aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Gastauftritte führten das Trio u. a. nach Straßburg, in den Herkulessaal in München, in die Zürcher Tonhalle, in die Stadthalle Braunschweig sowie in den Musikverein Wien.

Auch mit zeitgenössischer Musik beschäftigt sich Maurice Steger. Zwei Solokonzerte für Blockflöte und Orchester brachte er 2009 zur Uraufführung; und das von Rodolphe Schacher komponierte Musikmärchen „Tino Flautino“ spielte er bislang in über 50 Aufführungen.

Nach Studien bei Marcus Creed in Stuttgart sowie Impulsen von Reinhard Goebel arbeitet Maurice Steger seit einigen Jahren als Dirigent. Konzerte gab er u. a. mit der NDR Radiophilharmonie, dem Taipei Symphony Orchestra, dem Zürcher Kammerorchester, dem English Concert, dem Brandenburgischen Staatsorchester, dem Musikkollegium Winterthur sowie mit verschiedenen Barockensembles. Einladungen führten den Dirigenten bis nach Taiwan, wo er mit großem Erfolg ein Barockprogramm erarbeitete. In seiner neuen Funktion als „Baroque Music Director“ beim Zürcher Kammerorchester (Principal Conductor: Sir Roger Norrington) konzipiert und dirigiert er Konzertprogramme im barocken und klassischen Bereich, pflegt den Kontakt mit anderen Dirigenten der Alten Musik und begleitet Solisten wie Andreas Scholl oder Hille Perl.

Unter seinen zahlreichen CD-Einspielungen ragen die Flötenquartette von Telemann (Deutsche Grammophon/Archiv), Sonaten von Sammartini und Blockflötenwerke von Telemann (bei harmonia mundi) sowie Vivaldis Blockflötenkonzerte besonders heraus. Mehrere Einspielungen, darunter auch das Album „Venezia 1625“ (harmonia mundi), wurden mit wichtigen internationalen Preisen ausgezeichnet. Seine neuste Einspielung ist Corellis Sammlung opus 5 in englischen Bearbeitungen gewidmet. Hier gelang es Maurice Steger, aufgrund einiger von ihm neu entdeckter Notenhandschriften eine historisch authentische, aber im Verlauf der Zeit beinahe vergessen gegangene Aufführungspraxis zu neuem Leben zu erwecken („Mr. Corelli in London“ – Steger & The English Concert – harmonia mundi USA 2010).

Für weitere Informationen besuchen Sie bitte die homepage www.mauricesteger.com

Änderungen bzw. Kürzungen bedürfen der Abstimmung mit dem Künstlersekretariat Schoerke.